Die Komponenten sind angekommen. Also nichts wie die alte Maschine gestoppt, das alte Mainboard rausoperiert und hier und da ein wenig Staub entfernt.
Nach der Installation des MBs, Speichers und der GraKa habe ich die “liebgewonnene” Hardware wieder eingesetzt, also alles was weiter verwendet werden soll, was neben dem Gehäuse die Festplatte, DVD-Rom und die Technisat Skystar2 ist.
Also LinuxMCE QuickInstall DVD rein und gebootet. Im Bootmenü auf Installation geklickt und ab gehts. Dachte ich! Eine zunächst wenig aussagekräftige Fehlermeldung brennt sich in meine Netzhaut ein.
BusyBox v1.00-pre9 (2004.07.10-15:38+0000) Built-in shell (ash) Enter 'help' for a list of built-in commands. /bin/sh: can't access tty; job control turned off / #
Nach einem Reboot ohne Splash-Screen wird die Aussage auch nicht wirklich bedeutsamer. Hilfe brachte der Versuch eine SuSE10.2 Installation zu booten. Aha, nach dem Boot von demselben, wird das DVD-Rom nicht mehr erkannt.
Die Lösung: Im Bootmenü die Kernelparameter mit F6 anpassen und all_generic_ide hinzufügen und die Installation bootet über den kritischen Punkt hinaus.
LinuxMCE Probe installiert. Die Installation verlief eigentlich problemlos mit Ausnahme der direkten Verwendung des nvidia proprietary drivers. Der AV Wizard erlaubte die Wahl der Auflösung, des entsprechenden GraKa Ausgangs und Audio-Ausgangs. DIe Oberfläche des MCE startete also zunächst in hässlich. Achtung, wenn man sich nicht sicher ist, ob die GraKa out-of-the-box OpenGL vollständig unterstützt, bei der Installation besser die “kleinste” GUI wählen. Sollte man sich vertan haben und keine Ausgabe auf dem Monitor erscheinen, hilft nur ein Reboot und halten der Shifttaste nach dem ersten akkustischen Signal. Dadruch startet der AV-Wizard erneut und erlaubt eine Umkonfiguration.
Anstelle in dem vorhanden Hintergrund-Kubuntu rumzudoktorn entschied ich mich für eine weitere Testinstallation über die Kubuntu CD mit nachträglicher Installation des LinuxMCE. Also zunächst Kubuntu Feisty drauf. Alle Hardware konfiguriert und dann die LinuxMCE CDs drübergebügelt. Hier konnte ich dann auch direkt in den AlphaBlending Modus des MCE booten. Es zeigte sich leider sehr schnell, dass die für mich “zunächst” einzige nützliche Funktion (TV, Video, DVD, Audio) wider erwarten nicht so nahtlos integriert war. Tatsächlich startet bei Auswahl des TV Menüpunktes wenig versteckt und wenig integriert mein alter Freund MythTV.
Da ich ansonsten das ganze Gedöns drum herum derzeit noch nicht benötige, war Installation drei fällig. Standard Kubuntu mit eigenständigem MythTV . Dadurch sind auch mehr Plugins zu MythTV nutzbar, da die LinuxMCE Version nicht alle Plugins unterstützt. Da mittlerweile die Hardware doch kurzfristig um eine SATA 250GB Platte erweitert wurde landete das System auf dieser anstelle der “alten” Systemplatte.
Installation durch. MythTV läuft. Sender gesucht. TV geschaut. Soweit so gut.
Bleibt noch die Konfiguration der Fernbedienung und des TV-Out bis zum ersten wirklichen Test, völlig losgelöst von einem Monitor an meinem Wohnzimmer-TV und dessen Surround-Decoders. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nichts von der Fernbedienungs-Odyssee die mich erwarten sollte.
Mehr dazu in Kürze.